Namibia

Magische Wüste und endlose Weite

von Daniela Kebel

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Die Staubwolke hinter dem Geländewagen zieht eine weiße Spur durch die Landschaft. Minutenlang hängt sie in der vor Hitze flimmernden Luft. Schotter und Sand wechseln sich unter den ­Reifen ab, rechts und links der Piste nichts als Wüste. Mal grau, mal rötlich, mal ist die Oberfläche des Bodens verkrustet von Salz und Wind. Dann wieder dehnt sich hellgelbes, weiches Gras über die Ebene aus. Wer mit dem Gelände­wagen durch den Westen Namibias fährt, ist oft stundenlang allein. Mit sich und einer Weite, die eine flirrende Verbindung mit dem Horizont eingeht. Nur selten kommt ein anderes Fahrzeug ent­gegen. Und wenn, dann heben beide Fahrer grüßend die Hand. Schon nach wenigen Stunden in Namibia ist der Besucher berührt von der Freundlichkeit der Menschen, ihrer Hilfsbereitschaft. Vor allem Alleinreisende werden sie zu schätzen wissen. Es gibt nur wenige Teerstraßen in ­Namibia, kaum mehr als die Nord-Süd-Verbindung durchs Land. Von Windhoek aus startet eine Tour am besten Richtung Süden. Nicht nur, um sich das vermeintlich Beste, die roten Dünen von Sossusvlei, für den Schluss der Reise aufzuheben. Es ist der Kontrast, die Vielseitigkeit der Namib, die wohl jeden überrascht, der sie durchquert. Beigefarben liegt sie da, zu allen ­Seiten. Steinig und rau, die Fahrspur ist lediglich an den Reifenabdrücken anderer Autos zu erkennen, die irgendwann hier entlang gefahren sind. ­Keine ­Bäume, keine Sträucher. Noch nicht einmal die für Namibia typischen ­Köcherbäume ragen bizarr aus dem Sand auf. Grelles Sonnenlicht blendet, verhindert in dieser Endlosigkeit die weite Sicht.

tl_files/contao-ready-theme/content/reportagen/namibia/namibia_antilope_lernidee_311.jpgGondwana-Gebiet. Hier wartet die erste Attraktion: der Fishriver Canyon. Der zweitgrößte Canyon der Welt und der größte Afrikas erstreckt sich über eine Länge von 160 Kilometern, misst an seiner breitesten Stelle 27 Kilometer. Entstanden durch Erdbewegungen, sind die verschiedenen Bodenschichten wie mit einem Lineal gezogen zu erkennen. Grau, beige, braun und rötlich heben sie sich wie Falten gegenein­ander ab. Die bis zu 550 Meter tiefen Schluchten ziehen sich in bizarren Linien hindurch. Mal in sanften Run­dungen, mal zackig, spitz. Auf dem Grund ­spiegeln sich Reste von Wasser. Doch der Fluss hat sich hier kein Bett gegraben, er hat sich leiten lassen. Von dem, was die ­tektonischen Verschiebungen für ihn vorgesehen haben. Nach der Regenzeit im April und Mai sind die Wasserläufe gut gefüllt. Im Sommer werden die ­wenigen Pfützen zu Brackwasser. Wanderwege führen von den Aussichtspunkten in die Tiefe. Nichts für Ungeübte, denn die Hitze im Canyon hat sogar schon Profis überrascht. „Im Sommer sollte hier niemand wandern“, sagt Alain, Manager der Gondwana-Parks und der dazugehörigen Lodges. „Die Hitze ist unerträglich und man kann die Entfernungen kaum schätzen, wenn man einmal da unten ist.“ Alain wirft einen kleinen Stein hinunter. Er scheint ewig zu fliegen. Doch auf Gondwana-Gebiet lässt sich noch viel Spektakuläreres er­leben: Zusammen mit drei Park-Rangern geht es auf Nashorn-Suche. Seit knapp zwei Jahren sind hier vier Dickhäuter angesiedelt: zwei Männchen, zwei Weibchen. Denn hier ist das Gelände hügeliges Buschland. Vorsichtig pirscht sich die kleine Gruppe an das Spitzmaulnashorn an, das noch etwa 300 Meter entfernt die saftigen Spitzen der Büsche abfrisst. „Immer gegen den Wind anpirschen“, flüstert Ranger Dany. „Und nie auf ­trockenes Holz treten oder irgend­etwas anderes, das Geräusche verursacht.“ Leicht gesagt. Alle blicken konzentriert zu Boden, sorgsam darauf bedacht. Und dann: knack! Abrupt bleiben alle stehen. Ein kleiner Zweig ist laut unter einem schweren Wanderschuh ge­brochen. Regungsloses Verharren… Entwarnung. Es kann weiter gehen, der Dickhäuter hat nichts bemerkt. Dann sind es nur noch etwa 100 Meter bis zu dem Tier. Unsere Anspannung wird größer. Die Ranger geben Zeichen, dass sich die Touristen langsam ­nähern dürfen. Behutsam tasten sich alle in gebückter Haltung auf eine kleine ­Kuppe vor. Das Herz rast: Nur etwa 20 Meter entfernt frisst der graue Riese mit dem gewaltigen Horn genüsslich und kaut laut schmatzend. Plötzlich dreht sich der Wind, bläst jetzt von hinten. Die Ranger werden nervös. „Hier können wir nicht bleiben“, raunt Dany. „Wir müssen auf den ­gegenüberliegenden Hügel.“ Doch der Weg dahin führt durch die Senke, an der Nase des Tieres vorbei. Adrenalin schießt durch die Adern, ein intensiver Gedanke an Flucht macht sich breit. „Bloß nicht schnell bewegen!“, lässt sich Dany vernehmen, und schon geht es los. Die drei Ranger verteilen sich geräuschlos und wie unsichtbar im Gelände, halten ständig Sichtkontakt untereinander und zum Nashorn. Per Zeichensprache leiten sie die kleine Gruppe sicher auf die andere Seite, wo sich alle bäuchlings auf den Boden legen und langsam an die Kante robben. Da steht das Tier, nur wenige Schritte entfernt, hebt seinen Kopf und blickt in Richtung der Zaungäste. Niemand scheint zu atmen. Der Puls dröhnt in den Ohren. Das Nashorn trottet ein paar Schritte in Richtung der Gruppe, blickt angestrengt auf die Silhouette des Hügels, die sich für das Tier mög­licherweise verändert hat. Doch da es keine Bewegung mehr ausmachen kann, dreht es sich ab und frisst genüsslich schmatzend weiter …

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Namibia ist ein Land, das auf ganz besondere Weise von seinem Besucher Besitz ergreift. Ein Land, das Reisende von einem emotionalen Ausnahme­zustand in den nächsten versetzt. Ob ein Adrenalin-Kick beim Nashorn-Trekking oder der weite Blick während der Fahrt durch die Wüste – hier lässt sich Afrika spüren. Vor allem, wenn der Wind den Sand durch jeden Spalt des Jeeps und beim Aussteigen auf die Haut peitscht. Es geht in Richtung Atlantikküste. Wanderdünen blockieren die Strecke. Böen erfassen immer wieder das Auto, drängen es zur Seite. Am Diamanten-Sperrgebiet nahe dem Küstenstädt­chen Lüderitz ist die Namib grau, ihre Dünenlandschaft wirkt zerzaust. Ingrid Wiesel steht am Strand. Ihre langen braunen Haare wehen im Wind, es ist kalt. Mit Fleece-Jacke und Schal bekleidet schlendert die 39-jährige Hamburgerin an den Dünen entlang. Ingrid lebt seit 15 Jahren in Namibia, ist promovierte Biologin und widmet ihr ganzes Leben der Erforschung und dem Schutz der braunen Hyänen. ­„Zuerst waren es nur Projektarbeiten, dann habe ich irgendwann gemerkt, dass ich bleiben will“, erinnert sie sich. „Es ist eine tiefe Liebe zu diesem Land, hier bin ich zuhause.“ Felsige Berge ragen zwischen den Dünen auf, Wellen schäumen kalt an den Strand – hier lädt nichts zum Baden ein. „Ich muss da trotzdem oft rein“, sagt Ingrid mit einem Kopfnicken Richtung Meer und lacht. „Das härtet ab!“ Wenn die Biologin ihren Beobachtungsposten mitten im Diamantensperrgebiet bei Lüderitz bezieht, lebt sie für Wochen oder Monate in der Wüste. In einem Zelt mit Hightech-Equipment für ihre Arbeit, aber mit minimalem Komfort für sich selbst. Zusammen mit einem Tierarzt beobachtet Ingrid die Hyänen während der Nacht. Tagsüber wertet sie Daten aus, schläft ein paar Stunden, isst aus Konservendosen, wäscht ihre Haare im ­Atlantik. „Manchmal kochen wir auch Nudeln. Dazu nehmen wir Meerwasser, das ist wenigstens schon gesalzen.“ Bei Touren rund um das Sperrgebiet darf zwar nicht abseits der regulären Pisten gefahren werden, doch die bieten bereits Wüstenspaß pur. Welliges ­Profil, weites Land und alles direkt an der Küste entlang. Wichtiges Ausflugsziel: Das Diaz-Kreuz mit Blick auf die Robben-Felsen. Denn die verlassene und verfallene Diamantenstadt, die so genannte Geisterstadt, ist nur aus ­einem Grund interessant: Ingrid Wiesel hat hier für Touristen einen Schauraum rund um die braunen Hyänen. Weiter nach Norden verändert die Namib beinahe mit jeder Minute Fahrt ihre Optik. War die Piste zuerst noch Schotter, weicht der jetzt tiefem, rotem Sand. Der Wagen schlingert durch die Mulden, prallt immer wieder hart auf Steine, die sich unter dem Sand ver­bergen. Die Hände verkrampfen sich ums Lenkrad. Locker bleiben! So der Befehl an sich selbst. Doch wie überall in Namibia, so entschädigt auch hier die Landschaft für alle Mühen am Steuer. Die Ebene erstreckt sich mit goldgelbem Gras, das in der Sonne glänzt. Einzelne knallrote Dünen sind in die Gegend gestreut – Vorboten von Sossusvlei.

tl_files/contao-ready-theme/content/reportagen/namibia/namibia_sunset_lernidee_311.jpgPlötzlich taucht am Wegesrand ein kleines Schild auf: Kanaan Farm. Die kilometerlange Anfahrt lohnt sich. Denn wer hier übernachtet, erlebt Überraschungen. „Die Farm hat mal meinen Eltern gehört“, sagt Hermi Strauss und zeigt auf das flache Gebäude inmitten einer silbrig glänzenden Graslandschaft. Er sitzt auf einem kleinen Berg, seinem Berg. Denn der steht wie viele andere auch auf seinem Land. 24.000 Hektar gehören ihm, die er jedoch nicht bewirtschaftet. „Meine Eltern haben immer wieder versucht Bäume anzupflanzen. Aber wir sind in der Wüste. Hier wächst nichts. Die Bäume gingen ein und ­meine Eltern pflanzten neue“, erinnert sich der 42-jährige weiße Südafrikaner. Die Familie verließ die Farm, das Land lag brach. Nach fünf Jahren entschlossen sich Hermi und seine Frau, den Besitz vom Staat zurückzukaufen. Das Ehepaar hat alles renoviert, vier Gäste­zimmer angebaut. Seit drei Jahren beherbergen sie nun Touristen, zeigen ihnen das Land und das traditionelle Leben auf einer Farm – ohne Strom. Stundenlang ist Hermi mit Gästen im Geländewagen unterwegs und fährt über seine roten Dünen. Wer selbst mit dem Jeep anreist, kann das Fahren in den Dünen bei ihm üben. Hermi ist ein wahrer Meister dieses Fachs. „Du musst richtig Gas geben, sonst rutscht dir das Auto den Hang runter“, ruft er vom Beifahrersitz. Zu spät. Festge­fahren. Also vorwärts, rückwärts – rausschaukeln. Irgendwann klappt es. Auf dem Kamm der Düne angelangt, reihen sich Postkartenmotive aneinander. Bizarre Muster, die der Wind in den dunkelroten Sand gefräst hat, einzelne knorpelige Bäume, die sich tiefschwarz gegen den strahlend blauen ­Himmel abheben. Hermi ist glücklich: „Ich brauche nichts anderes mehr.“ In den Dünen der berühmten Lehmsenke Sossusvlei darf zwar nicht gefahren werden, dafür laden die roten Berge zum Erklimmen zu Fuß ein.Das Erlebnis der absoluten Einsamkeit Gegen Sandverwehungen und sengende Hitze kämpfen sich hier Romantiker wie Abenteurer die steilen Hänge hinauf, sinken bei jedem Schritt bis über die Knöchel ein und rutschen oft ­weiter rückwärts als dass sie vorankämen. Doch ein Fußmarsch lohnt sich. Denn wer hoch oben auf Düne 45 steht, genießt ein außergewöhnliches Panorama: eine Landschaft nur aus roten, sanft geschwungenen Bergen. Der ­schmale Grad auf der Spitze zieht eine messerscharfe Linie zwischen Licht und Schatten: grellrot in der Sonne, ­rabenschwarz auf der anderes Seite. Ein faszinierendes Farbspiel, das bei Sonnenuntergang noch schöner wird. Ich setze mich in den warmen Sand, sehe, wie der Feuerball leuchtend ­orange hinter einem dünnen Wolkenband verschwindet. Der Himmel scheint zu brennen. Dann verblasst das Leuchten und weicht einem sanften Rosarot. Auch die Dünen scheinen ihre Farbe zu wechseln. Sie schimmern nur noch leicht rötlich. Dann legt sich im letzten Licht des Tages ein grauer Schleier über sie, und es wird innerhalb weniger ­Minuten bitterkalt. Dieses Naturschauspiel kann allerdings nur miterleben, wer innerhalb des Schutzgebietes in der Sossus Dune Lodge, dem Camp des Namibia Wildlife Resort, wohnt. Denn das staat­liche Edel-Camp ist das einzige dort. Alle anderen Besucher müssen bei Sonnenuntergang das Gelände durch das Tor bei Sesriem verlassen haben.

Die roten Dünen sind zweifellos ein Muss für jeden Namibia-Urlaub, doch für echte Wüsten-Fans hält der Namib-Naukluft-Park noch ganz Spezielles bereit: das Erleben der Einsamkeit.  Denn wer die Wüste wirklich entdecken will, muss sich Zeit nehmen – einen Ort suchen, an dem er sich einfach auf den warmen, harten Boden setzt und in die Weite blickt. „Die Einsamkeit muss man lieben. Diese absolute Stille ringsum lässt das Blut in den Ohren rauschen“, sagt Beate Schindler. Die 49-jährige Bremerin hat vor mehr als 25 Jahren ihren Urlaub hier verbracht – und ist geblieben. Aus Liebe zu diesem Land, aus Liebe zur Wüste. Sie legt ihre Hand auf den verkrusteten Boden, irgendwo zwischen Swakopmund und Walvis Bay im ­Niemandsland am Nordzipfel des ­Namib-Naukluft-Parks.Die beige-graue Landschaft erstreckt sich scheinbar endlos in alle Richtungen. Hier wachsen nur an wenigen Stellen noch gelbe Grasbüschelchen, die so trocken sind, dass sie knacken, wenn man darauf tritt. Termiten graben ­unterirdische Gänge, selbst ihnen scheint die Wüste kein herausragendes Bauwerk wert zu sein. Weit entfernt laufen 19 Strauße hintereinander her, wie schwarze Perlen an einer unsichtbaren Schnur. Hier lässt sich das ursprüngliche ­Namibia abseits der regulären Pisten erkunden. Auf Strecken, für die man Genehmigungen braucht und die in Gebiete führen, in denen man garantiert allein ist. Ich schaue mich um. ­Irgendwo liegen ein paar braune Felsen aufeinander, daneben stehen zwei ­Köcherbäume. Eine Szenerie, zu schön, um echt zu sein. Ich lege mich auf den Rücken, einfach in den warmen Sand, blicke in den strahlend blauen ­Himmel, atme den Duft afrikanischer Erde – herb und süßlich zugleich. Beate beginnt mit den Vorbereitungen für die Nacht. Denn wenn an diesem Tag die Sonne in der Wüste versinkt, werde ich in keiner Lodge, in keinem Zelt übernachten, sondern unter ­freiem Himmel in der Namib. Unter Millionen funkelnden Sternen und einer hell leuchtenden Milchstraße. Und mit Blick auf das Kreuz des Südens beginnt für mich die schönste Nacht meines Lebens.

Namibia Reiseangebot

tl_files/contao-ready-theme/content/reportagen/namibia/namibiaKarte.jpgNamibia. Entdecken Sie Afrika von seiner schönsten Seite! Facettenreiche, endlose Landschaften, Wüste und Weite, kombiniert mit einer atemberaubenden Tierwelt im Etosha Nationalpark, stehen für dieses Land – zu erleben auf einer 15-tägigen Rundreise aus dem Katalog von FOX-TOURS Reisen. Die Stationen: Windhoek, Kalahari, Fish River Canyon, Lüderitz, Solitaire, Namib Naukluft, Sossusvlei, Swakopmund, Twyfelfontein, Khorixas, Etosha, Tsintsabis, Okahandja, Windhoek. Preis: ab 2.444 € p.P. Darin enthalten: Linienflug mit Air Namibia (oder gleichwertig) bzw. South African Airways (mit Zwischenstopp) von Frankfurt nach Windhoek und zurück in der Economy Class, Zug zum Flug 2. Klasse inkl. ICE, Flughafensteuern und Sicherheitsgebühren,Transfer Flughafen – Hotel – Flughafen, 12 Übernachtungen in Mittelklassehotels/-Lodges, 12 x Frühstück, 9 x Abendessen, Rundreise und Transfers im klimatisierten Bus, Allrad-Wüstenfahrt in den Sossusvlei Dünen, Besichtigung des alten Posthauses und des bekannten Leuchtturmes in Swakopmund, Besuch eines Himba-Dorfes, Ganztagesfahrt mit dem Reisebus durch den Etosha Nationalpark, Besuch im Bushmann Village, Stadtrundfahrt in Windhoek, deutschsprachige Reiseleitung vor Ort. Information und Buchung in Ihrem Reisebüro siehe Weblinks unter "Info & Buchung".

Namibia Länderinfos

Beste Reisezeit: Ganzjährig. Von Mai bis Oktober herrscht das angenehmste Klima. Die Temperaturen liegen tagsüber bei etwa 25 °C, nachts wird es kühl.
Klima: Im afrikanischen Sommer (von November bis Januar) ist es sehr heiß. Im Januar beginnt zudem die Regenzeit, die etwa im März endet. 
Sprache: Englisch. Viele weiße Einwohner sprechen Afrikaans, und gerade in Windhoek wird mitunter sogar Deutsch gesprochen. Weitere afirkanische Sprachen sind Herero, Ovambo, Damara, Nama.
Zeit: MEZ minus 1 Stunde.
Geld: Namibian Dollar (NAD). 1 EUR = 9,80 NAD. In den Städten gibt es Geldautomaten, am Flughafen und bei Banken können Euro getauscht werden; Kreditkarten werden in den meisten Geschäften, Lodges und teilweise auch in den Camps akzeptiert.
Dokumente: Es ist kein Visum erforderlich. Ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass genügt für eine Aufenthaltsdauer von 90 Tagen.
Gesundheit: Die medizinische Versorgung in Namibia ist gut, zumindest in den Städten. Spezielle Impfungen sind für Touristen nicht notwendig. Fast überall ist das Leitungswasser sauberes Trinkwasser. Eine Malariaprophylaxe ist ganzjährig dringend zu empfehlen.
Essen & Trinken: Rindfleisch, Wildfleisch von Kudu, Oryx und Springbok sowie Straussenfleisch. Frischen Fisch, Hummer, Muscheln und Austern gibt es vor allem in Swakopmund, Lüderitz und Walvis Bay. Bei Namibiern besonders beliebt ist „Biltong“, getrocknetes Antilopenfleisch, das in dünne Streifen geschnitten und sehr nahrhaft ist. Die Küche ist vielerorts gutbürgerlich-deutsch oder international.
Restaurants: „Africa“ in Windhoek. Der Name ist hier gewissermaßen Programm. Es gibt leckere afrikanische Küche und Barbecue. Kasch Street.
Sehenswert: Windhoek – ehemals deutsche Kolonialstadt: Alte Feste, eine von den Deutschen errichtete Festung, drei Burgen (Heinitzburg, Schwerinsburg und Sanderburg) sowie die Marien-Kathedrale. Etosha Nationalpark – einer der größten Nationalparks in Afrika mit Löwen, Nashörnern, Giraffen, Elefanten und unzähligen Springböcken. Das Sossusvlei mit den höchsten Dünen der Welt. Fish River Canyon – der zweitgrößte Canyon der Welt. Der Köcherbaumwald ist zum Nationalen Denkmal erkärt worden und besteht aus etwa 250 Köcherbäumen, die zu den Aloen gehören. Die Kleinstadt Swakopmund mit Hohenzollern- und Brauhaus. Der Spitskoppe ist zwar nicht der höchste, aber wohl der markanteste Berg in Namibia.
Unbedingt machen: Das Warehouse in Windhoek besuchen – Kultur-Treffpunkt mit Läden, Café, Theater.
Unbedingt vermeiden: Nachts in die Townships fahren.
Beliebte Mitbringsel: Afrikanische Handwerkskunst, Straußeneier.
Literatur: „Namibia-Reiseführer von Iwanowski“, 25. Auflage 2010, 25,95 €.
Auskünfte: Namibia Tourism Board, Schillerstraße 42-44, 60313 Frankfurt, Tel. 069/13 37 36 0, http://www.namibia-tourism.com.

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